Und dann fing das Leben an
EINE BIOGRAFISCH – FOTOGRAFISCHE RECHERCHE IN DER SCHWEIZ UND DER TÜRKEI
Das Projekt beschäftigt sich mit der Migration aus der Türkei in die Schweiz und arbeitet mittels biografischer und fotografischer Recherche ein Stück vergessene Geschichte der Schweiz auf.
Ausgangspunkt der zweisprachigen Ausstellung (Deutsch und Türkisch) «Und dann fing das Leben an» ist die Familiengeschichte der Fotografin Ayse Yavas: Ihr Vater kam in den 1960er-Jahren als einer der ersten Arbeiter aus der Türkei in die Schweiz. Er vermittelte 70 weiteren Männern aus seiner Heimat Stellen in Schweizer Industriebetrieben: Was haben die Familien erlebt, gefühlt und gehofft? Wie leben und denken ihre Kinder und Enkel*innen heute? Auf der Suche entlang der Leerstellen im eigenen Familienalbum interviewten Ayse Yavas und Gaby Fierz Verwandte und Bekannte aus drei Generationen. Diese fotografisch-biografische Recherche nach verlorenen Gesichtern und Geschichten führte die beiden von Windisch, Brugg, Baden, Zürich über Anadolu Hisarı, in Istanbul am Bosporus bis nach Doğancılı am Schwarzen Meer.
Die dabei entstandene einzigartige Sammlung von Fotografien aus Familienalben, Porträts der Interviewpartner*innen und Fotografien der Lebensräume, die gemeinsam mit Ausschnitten aus den Oral-History Interviews und dem «Album-Albüm» von Ayse Yavas in der Ausstellung gezeigt wurde.
Zeitgleich entstand aus den Recherchen von Ayse Yavas und Gaby Fierz auch das gleichnamige Theaterstück, das von Ursina Greuel (sogar theater Zürich/Matterhorn Produktionen) inszeniert wurde.
